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Stand: 22.03.2016

Pressemitteilung

"Spannend finde ich immer die Frage: Wo kommt die Freude her"

“Es hat einen besonderen Reiz, die Leitung einer Einrichtung zu übernehmen, die so lange von jemandem geprägt wurde.“ Dieser Herausforderung stellt sich Michael Röser, der seit 17. Mai offiziell neuer Einrichtungsleiter des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael mit Max-Hochrein-Haus ist. Er hat die Position von Christine Stadler übernommen, die nach 32 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

„Es war für mich eine besonders positive Situation, dass ich sechs Wochen Zeit hatte, mich von Frau Stadler einführen zu lassen“, freut sich Michael Röser. Seit 4. April ist er schon da und lernt das Haus, seine 180 Bewohner und die 100 Mitarbeiter kennen. Röser übernimmt das Caritas-Förderzentrum in einer Zeit des Umbruchs. Die Bewohner sind erst im Februar in ihr provisorisches Zuhause in der Bexbacher Straße gezogen, weil das alte Haus in der Kaiser-Wilhelm-Straße abgerissen und neu gebaut wird. Ende 2017 steht erneut ein Umzug an.

„Es ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle, die Veränderungen, die damit einhergehen, zu managen“, sagt Röser. Der 48-jährige Pädagoge sieht sich dafür gut gerüstet. Die vergangenen zweieinhalb Jahre war er Leiter einer Einrichtung für stationäre und offene Hilfen der Lebenshilfe in Zweibrücken. „Dort habe ich zusammen mit rund 60 Mitarbeitern das Wohn- und Freizeitangebot für 80 Menschen mit Behinderung organisiert.“ Aber auch davor hatte er schon Leitungserfahrung gesammelt. „Ich habe insgesamt 22 Jahre beim CJD in Homburg gearbeitet. Habe mich vom Gruppenleiter im Internat weiterentwickelt bis hin zum Leiter des CJD Neunkirchen. Dabei habe ich die ganze Bandbreite von Arbeit mit Jugendlichen in besonderen Lebenssituationen über die Entwicklung von e-Learning-Systemen und dem Organisieren der Unternehmenskommunikation bis hin zu Internatsleitung kennengelernt.“ Michael Röser ist ein Allrounder. Von seinen über 25 Berufsjahren hat er 14 in Führungspositionen verbracht.

Dass er nun nach relativ kurzer Zeit von der Lebenshilfe zur Caritas gewechselt ist, hat private Gründe. „Manchmal kommen die Dinge ja zu einem, wenn man sie gar nicht unbedingt sucht“, lacht er. Der Liebe wegen ist er in die Nähe von Ludwigshafen gezogen und täglich in die Westpfalz gependelt. „Ich habe schon darüber nachgedacht, dass eine Stelle in der Metropolregion Rhein-Neckar das Leben leichter machen würde, aber ich war nicht aktiv auf der Suche“, erzählt der Pädagoge. Aber wie das Leben so spielt: „Dann bin ich über die Stellenausschreibung von St. Johannes gestolpert und hab gedacht, naja, bewirb dich, alles kann, nichts muss.“

Was er dann aber über die Umbruchsituation des Hauses und auch über die Veränderungen innerhalb des Trägers, der CBS Caritas-Betriebsträgergesellschaft Speyer, erfahren hat, hat seinen Ehrgeiz erneut geweckt. „Nicht nur unser Förderzentrum, auch der Träger ist in einem interessanten Wandel begriffen. Der Verband strukturiert seine Managementprozesse neu, baut ein Risikomanagement auf, durchläuft Qualitätsmanagement-Prozesse. Das finde ich hochspannend.“

Das Triggerwort für ihn sei aber gewesen: Mitgestaltung des Neukonzeptes des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael mit Max-Hochrein-Haus. „In der Vergangenheit war das immer so, dass ich Leitungsfunktionen übernommen und Dinge neu strukturiert habe, und danach sind sie immer gewachsen. Ich bin gespannt, was hier in St. Johannes passieren wird.“

Dennoch ist Röser keiner, der sofort alles umkrempelt. „Ich fange hier bei null an. Möchte lernen und zuhören, die Strukturen kennenlernen, verstehen, warum es so ist, wie es ist.“ Er freue sich auf die Begegnungen mit den Menschen, den Mitarbeitern und Bewohnern. „Ich möchte überall reinschauen und Einblicke bekommen in die alltägliche Arbeit. Spannend finde ich dabei immer, zu fragen, wo kommt die Freude her? Was funktioniert besonders gut?“

Nun ist es an Michael Röser, mit seinem Team die Zukunft des Hauses zu gestalten.

 

Herausgegeben von:
Caritasverband für die Diözese Speyer
Text:
Melanie Müller von Klingspor
Bild:
Justine Köhler
Copyright: © caritas  2020