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Stand: 22.03.2016

Pressemitteilung

Leitungswechsel im Caritas-Förderzentrum in St. Johannes

Mit viel Sinn für Humor berichtete Christine Stadler von 32 Jahren Arbeit in St. Johannes: Von den Anfängen als junge Ergotherapeutin in der Kaiser-Wilhelm-Straße, in einem Gebäude, das erst kurz zuvor vom Haus der Jugendhilfe zu einem Haus für psychisch kranke Menschen umgewidmet worden war, und der dort vorhandenen „nur rudimentären Konzeption“.

Jetzt, nach 27 Jahren als Leiterin des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael mit Max-Hochrein-Haus, wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. Ihr Nachfolger, Michael Röser, den sie seit 1. April in diese Aufgabe eingeführt hat, wurde bei dieser Gelegenheit vorgestellt. Und sie sagt rückblickend: „Ich hätte ja nie gedacht, dass ich 32 Jahre in derselben Einrichtung arbeiten würde. Aber es gab immer wieder neue Impulse, es wurde Neues geschaffen – deshalb gab es nie einen Grund zu wechseln“.


Caritasdirektor Vinzenz du Bellier , Christine Stadler und Michael Röser

Heute betreut St. Johannes 180 Menschen – die 66 Heimbewohner kennt Christine Stadler alle und auch die meisten Besucher der Tagestätte. Über 100 Mitarbeiter gehören zu ihrer Einrichtung, und auch sie sind der Leiterin bekennt, „denn die meisten sind ja schon viele Jahre dabei.“ Den Mitarbeitern galt auch ihr spezieller Dank an diesem Tag und allen Anderen , „die mich menschlich berührt haben.“

Durchsetzungsstark und hartnäckig, so wurde Christine Stadler bei der Verabschiedung immer wieder charakterisiert: von Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, dem Vorsitzenden des Caritas-Verbands der Diözese Speyer, von Caritasdirektor Vinzenz du Bellier , vom Ortsvorsteher der Südlichen Innenstadt Christoph Heller und von Dekan Alban Meißner: „Sie haben sich immer um die seelische Gesundheit der Ihnen anvertrauten Menschen Gedanken gemacht und waren daher auch eine gute Seelsorgerin. Deshalb habe ich mich in St. Johannes immer wohl gefühlt“, betonte er.

„Zu erleben, dass Menschen, die Unterstützung brauchen, sich entwickeln können, und dass wir die Möglichkeit haben, auf ihre sich verändernden Bedarfe einzugehen, das war mir immer wichtig“, sagt Stadler im Rückblick auf ihre Arbeit. Dazu zählen für sie unter anderem die Schaffung von Plätzen in der Tagesstätte, dezentrale Wohnplätze und auch die Einführung des „persönlichen Budgets“. Neue Impulse aus der Sozialpsychiatrie hat sie immer gerne in die Arbeit einfließen lassen. Diese „Intensität und die Lust am Arbeiten“ hob du Bellier ebenso hervor wie die Tatsache, dass Christine Stadler als Einrichtungsleiterin nie den Blick auf die Finanzen verloren habe und St. Johannes „wirtschaftlich erfolgreich über die Zeit gebracht“ habe.

„Demnächst fahre ich mit dem Heißluftballon über die Alpen“, antwortete sie in den vergangenen Wochen immer auf die Frage, was sie denn im Ruhestand vorhat. Um das finanziell  zu bewältigen, gab es als Abschiedsgeschenk einen Beitrag von Kollegen und Weggefährten – verbunden mit einer Umdichtung des Liedes „Über den Wolken“ in: „Jetzt in der Rente“. Auch eine eigens gegründete Band aus St. Johannes gestaltete mit rockigen Tönen die gelungene Abschiedsfeier.

 


Spendenübergabe: v. l. Caritas-Direktor Vinzenz du Bellier , Christine Stadler, Marco Lenhart, Sparkasse Rhein Neckar Nord
(Bereichsleiter Kommunikation, Werbung), Stefan Kleiber Sparkasse Rhein Neckar Nord (Vorstandsvorsitzender)

Ein besonderes Geschenk kam von der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord: ein Scheck über 10.000 Euro. Damit können die Bewohner von St. Johannes – nach dem Umzug nach Friesenheim – weiterhin mobil bleiben und die Bahnen benutzen, um in die Innenstadt zu gelangen. Den Scheck reichte Stadler direkt an ihren Nachfolger Michael Röser weiter. Der bekundete offen, dass er großen Respekt habe vor der vor ihm liegenden Arbeit, sich aber zugleich darauf freue. In den vergangenen sechs Wochen wurde er von Christine Stadler mit Mitarbeitern, Bewohnern und Kunden ebenso bekannt gemacht wie mit den vielen Kooperationspartnern. Er wird nun den Neubau der Einrichtung St. Johannes begleiten und viele der Vorgaben umsetzen, für die Christine Stadler gekämpft hat.

 

 

 

Herausgegeben von:
Caritasverband für die Diözese Speyer
Text: Brigitte Deiters
Fotos: Stefan Tresch
Copyright: © caritas  2020