URL: www.st-johannes-cbs-speyer.de/aktuelles/presse/die-bewohner-gehoeren-mitten-in-die-stadt-c61e948c-635f-4d51-9acc-e2fae9faf778
Stand: 22.03.2016

Pressemitteilung

"Die Bewohner gehören mitten in die Stadt"

„Das neue St. Johannes wird kein Heim mehr im klassischen Sinne sein.“ Das gab Michael Röser, Einrichtungsleiter von St. Johannes und St. Michael mit Max-Hochrein-Haus in Ludwigshafen, beim offiziellen ersten Spatenstich bekannt. Während einer rund zweijährigen Bauzeit werden in der Kaiser-Wilhelm-Straße ein Neubau mit 44 Einzelappartements für psychisch kranke Menschen und ein Haus für 20 an Multipler Sklerose erkrankte Menschen mit einer gemeinsamen Tagesstätte entstehen. Die Baukosten bezifferte Direktor Vinzenz du Bellier vom Caritasverband für die Diözese Speyer, auf rund 14 Millionen Euro.


Gemeinsamer Spatenstich: Die Gäste auf der Baustelle des Caritas-Förderzentrums St. Johannes und St. Michael gegenüber dem Hack-Museum in der Kaiser-Wilhelm-Straße.

Nachdem seit Sommer der alte Gebäudekomplex in der Kaiser-Wilhelm-Straße, der früher neben St. Johannes auch Büros des katholischen Dekanats und des Caritas-Zentrums Ludwigshafen beherbergt hatte, abgerissen wurde, war jetzt erster Spatenstich für den Neubau. Im Frühjahr 2018, so der zuständige Architekt Michael Gooss, soll der Bau übergeben werden.

Groß ist die Freude vor allem darüber, dass St. Johannes und St. Michael auch künftig in der Innenstadt beheimatet sein werden. Das betonten neben dem Caritasdirektor Vinzenz du Bellier und Einrichtungsleiter Röser auch Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, Ortsvorsteher Christoph Heller sowie Dekan Alban Meißner. „Die Bewohner von St. Johannes gehören mitten in die Stadt, wo sie akzeptiert und bekannt sind und sich auskennen“, betonte Caritasdirektor du Bellier.

Auch Dekan Alban Meißner freute sich schon darauf, wenn es wieder eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Innenstadtpfarrei und der Caritas-Einrichtung geben wird – durch ehrenamtliche Helfer sowie auf pastoralem und seelsorgerlichem Gebiet. Der Namenspatron der Einrichtung, „Johannes von Gott“, sei für ihn ein faszinierender Mann, der sich im 16. Jahrhundert auf ganz neue Art und Weise mit psychisch kranken Menschen befasst und sich jedem Einzelnen zugewandt habe, erklärte der Dekan.

Seit Jahrzehnten gehörte der Gebäudekomplex zum Stadtbild, und viele Innenstadtbewohner, die Bewohner von St. Johannes und die Mitarbeiter traf es hart, dass er abgerissen werden musste. Doch der Neubau wird sich gut ins Stadtbild einfügen, darüber waren sich alle Verantwortlichen einig. Der Gebäudeteil, der an Stelle des ehemaligen Turms entstehen wird, wird zur Erinnerung daran eine Natursteinverblendung erhalten. Das Vordergebäude wird fünf Stockwerke erhalten; hier entstehen die 44 Einzelappartements, die Küche, Verwaltung und Besprechungszentrum. Zudem wird es ein inklusives Café als Begegnungsstätte im Erdgeschoss geben.


Hier entstehen in der zweijährigen Bauzeit ein Vordergebäude und ein weiterer Neubau im rückwärtigen Teil.

Im rückwärtigen Teil wird der Neubau von St. Michael errichtet. In den beiden Obergeschossen finden 20 Einzelzimmer Platz. Im Erdgeschoss wird die Tagesstätte untergebracht, die von St. Michael und St. Johannes gemeinsam genutzt wird.

Bis zur Fertigstellung des Baus gibt es nicht nur für die beteiligten Firmen viel zu tun, betont Einrichtungsleiter Röser. „Auch wir müssen unsere inhaltlichen und konzeptionellen Überlegungen fortführen“, betonte Röser. Regelmäßig soll es mit Bewohnern und Mitarbeitern Besuche auf der Baustelle geben, um den Baufortschritt zu beobachten und sich mit dem Neubau vertraut zu machen.

Herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer
Text: Brigitte Deiters / Fotos: Horst Heib

Herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer
Copyright: © caritas  2020